Ich sehe überall Druckmaterial
Ich kann eigentlich kaum noch irgendwo unterwegs sein, ohne potenzielles Druckmaterial zu entdecken.
Das passiert mir im eigenen Garten genauso wie beim Spaziergang, beim Wandern in den Bergen oder irgendwo mitten in einer Stadt. Da liegt ein interessantes Blatt am Straßenrand und während andere vermutlich einfach daran vorbeigehen, bleibe ich stehen und denke mir: „Oh, das könnte einen richtig schönen Druck ergeben.“ 😉
Wenn mir so etwas unterwegs auffällt, landet es entweder in meiner Tasche oder als Foto auf meinem Handy. Und manches lasse ich einfach dort, wo es ist. Genau so ist übrigens auch dieses kurze Video entstanden: Inspiration beginnt beim Hinsehen.
Und weil ich inzwischen wirklich überall mögliches Druckmaterial entdecke, habe ich mir irgendwann auch Gedanken darüber gemacht, wie und was ich eigentlich aus der Natur mitnehmen möchte.
Plötzlich wird aus einem Spaziergang eine kleine Inspirationsrunde
Ich gehe natürlich nicht mit einem Sammelkörbchen bewaffnet außer Haus – zumindest nicht oft. 😉
Wenn mir unterwegs etwas ins Auge fällt, nehme ich aber schon einmal ein Blatt oder ein paar Gräser mit. Wobei „ein paar“ hier tatsächlich wörtlich gemeint ist. Ich brauche schließlich keinen halben Farn-Bestand, wenn ich später zwei Wedel auf meine Gelplatte legen möchte.
Die Handstraußregel
Eine kleine Menge reicht für ein paar Pflanzendrucke völlig aus
Dabei orientiere ich mich gerne an der sogenannten Handstraußregel: eine kleine Menge, die sich bequem mit einer Hand umfassen lässt.
In Deutschland ist das Sammeln kleiner Mengen für den persönlichen Bedarf im Bundesnaturschutzgesetz geregelt. In Österreich und der Schweiz können je nach Bundesland bzw. Kanton unterschiedliche Bestimmungen gelten. Informiere dich deshalb bitte vorab über die Regelungen an dem Ort, an dem du sammeln möchtest. Besonders in Schutzgebieten und bei geschützten Pflanzen gelten eigene Bestimmungen.
Unabhängig davon, wie viel ich mitnehmen dürfte, halte ich es für mich ganz einfach: Ich nehme nur so viel, wie ich für meine Drucke tatsächlich brauche. Und das ist meistens erstaunlich wenig. So bleibt das Sammeln achtsam und das einzelne Blatt oder Gras, das mit nach Hause kommt, bekommt gleich einen ganz anderen Wert.
Sehr oft nehme ich aber auch nur ein Foto mit
Ich nehme natürlich nicht alles mit, was mir unterwegs ins Auge fällt. Sehr oft zücke ich einfach mein Handy und mache ein Foto.
Meine Fotosammlung besteht deshalb mittlerweile nicht nur aus Urlaubserinnerungen, Familie und schönen Momenten. Dazwischen finden sich Blätter, Gräser, Baumrinden, verwelkte Pflanzen und so manche Struktur, bei der vermutlich nur ich noch weiß, warum ich sie unbedingt fotografieren musste. 😉



Manchmal dient mir so ein Foto einfach als Erinnerung. Manchmal landet es Monate später wieder vor meiner Nase und bringt mich auf eine neue Idee.
Auch Fotos lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise in kreative Arbeiten integrieren. Eine Möglichkeit, die ich besonders spannend finde, ist der Transferdruck mit der Gelplatte.
Aber das ist wieder eine eigene Geschichte. Dazu möchte ich dir irgendwann noch mehr zeigen.
Du kannst auch im eigenen Garten anfangen
Für geeignetes Druckmaterial musst du übrigens nicht weit fahren. Ich finde vieles direkt bei mir im Garten. Und selbst ein Blumenstrauß, der seine besten Tage schon ein bisserl hinter sich hat, kann noch spannendes Druckmaterial liefern.
Welche Pflanzen sich besonders gut für Gelli Print eignen und worauf ich beim Drucken damit achte, habe ich bereits in einem eigenen Artikel zusammengefasst.
→ Pflanzendruck mit der Gelplatte entdecken
Wenn aus einem Blatt plötzlich ganz viele Ideen werden
Genau aus dieser Begeisterung für Pflanzen und ihre Strukturen ist auch mein Onlinekurs Print a Garden entstanden.
Dort nehme ich dich einfach mit an meine Gelplatte und zeige dir, was ich selbst ausprobiere, welche Techniken ich gerne verwende und was sich mit all den Blättern und Gräsern anstellen lässt, die bei mir ständig aus dem Garten ins Atelier wandern. 😉

Und weil Print a Garden mit den Jahreszeiten weiterwächst, verändert sich natürlich auch das Pflanzenmaterial. Im Herbst liegt schließlich etwas anderes vor meiner Haustür als im Frühling.
Vielleicht schaust du beim nächsten Spaziergang auch anders hin
Und vielleicht passiert dir dann genau das: Da liegt plötzlich irgendwo ein unscheinbares Blatt am Boden und du gehst nicht einfach weiter. Du hebst es auf, drehst es um, schaust dir die Blattadern an und denkst: „Hm. Das könnte ich eigentlich drucken.“
Willkommen im Club. 😉
Alles Liebe ♡







