Masking Fluid, Maskierflüssigkeit, Maskiergummi

Was du schon immer über Masking Fluid, Maskierflüssigkeit bzw. Maskiergummi wissen wolltest

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Weil ich so oft danach gefragt werde, möchte ich dir heute etwas über Maskierflüssigkeit erzählen und dir vor allem auch zeigen, wie du deinen Pinsel sauber halten kannst. Denn eines steht fest, wenn das Masking Fluid erst mal an den Pinselspitzen klebt, hält es bombenfest!

Was ist Maskierflüssigkeit?

Masking Fluid – auch bekannt als Abdeckflüssigkeit, Maskiergummi oder Rubbelkrepp – ist eine Flüssigkeit (mit leichtem Fisch-Geruch), die dein Papier kurzzeitig vor Farbe schützt. Du kannst dir das wie einen Film vorstellen, den du mit dem Pinsel auf dein Papier aufbringst. Überall dort, kann das Papier keine Farbe mehr aufnehmen. Nach dem Malen, wenn alles gut trocken ist, kann das Masking Fluid rückstandsfrei entfernt werden. Man kann es ganz einfach mit dem Finger oder einem Radiergummi weg rubbeln, oder man löst es an einer Stelle an und zieht es vorsichtig ab.

Mit Masking Fluid und Watercolor kannst du wunderschöne Kreationen erstellen. Ein Brush-Lettering-Projekt dazu findest du z. B. hier: https://www.papier-liebe.at/freebie-love-is-all-around/ oder in meiner Lettering-Videothek.

Das solltest du über Masking Fluid wissen

  • Die Maskierflüssigkeit sollte immer auf trockenem Papier aufgebracht werden.
  • Masking Fluid ist leicht eingefärbt. So lässt es sich besser verwenden, weil man sehen kann, wo man es am Papier gerade aufbringt. Die Farbe ist von Hersteller zu Hersteller verschieden.
  • Vermeide es, den Behälter mit der Flüssigkeit zu schütteln, da die Flüssigkeit sonst zu sehr schäumt und der Schaum bzw. die Bläschen, die sich oben bilden, dadurch nicht 100 % deckend sind. Verwende lieber die Rückseite eines Pinsels, um die Flüssigkeit vor Gebrauch umzurühren und reinige diesen anschließend sofort mit einem Tuch.
  • Halte immer etwas Wasser mit Seife (Handseife oder Geschirrspühlmittel) bereit, damit du deinen Pinsel vor und vor allem sofort nach Gebrauch damit sauber machen kannst. Das verhindert, dass die Pinselhaare mit dem Maskiergummi verkleben. Ich habe dazu zum Beispiel immer ein kleines Marmeladenglas mit Schraubverschluss, gefüllt mit Wasser und Seife, griffbereit in meiner Schublade stehen.Wasser mit Seife und Pinsel
  • Verwende von Haus aus am besten einen alten Pinsel, es kann nämlich sein, dass die Pinselspitze nicht mehr zur Gänze sauber wird. Markiere den Pinsel nach der erstmaligen Verwendung am besten mit einem Washi-Tape, damit du ihn beim nächsten mal wieder für die Maskierflüssigkeit verwenden kannst. So mache ich das zumindest ;-)
  • Tauche am besten schon ganz am Anfang deinen Pinsel in das Seifenwasser ein und dann erst in die Maskierflüssigkeit. So schützt du deine Pinselspitzen schon vorab.
  • Trage anschließend das Masking Fluid an der gewünschten Stelle am Papier auf oder schreibe/zeichne ein Wort/Schriftzug damit. Lass es anschließend gut trocknen, aber nicht zu lange. Der Maskiergummi lässt sich nämlich über einen längeren Zeitraum (ab ca. 24 Stunden) immer schwieriger ablösen.
  • Dann kannst du Wasserfarbe auf das Papier bringen und einfach über das Masking Fluid malen. Lass es danach wieder gut trocknen. Die Farbe sollte wirklich durch und durch trocken sein, damit beim Ablösen des Maskiergummis nichts verwischt bzw. unabsichtlich zerstört wird. Das erfordert manchmal etwas Geduld. Verwende zum Trocknen z. B. einen Heißluftfön* um den Trocknungsvorgang zu beschleunigen.
  • Maskierflüssigkeit wird in unterschiedlichen Varianten angeboten –  z. B. flüssig, um es mit dem Pinsel auftragen zu können, als gebrauchsfertigen Stift und sogar in einem Fläschchen mit feiner spitzer „Metalldüse“, mit der du direkt schreiben/zeichnen kannst.
Maskierflüssigkeit Maskiergummi Masking Fluid

Die „wild & free“-Karte

Das brauchst du dazu:

Und so wird’s gemacht:

Als Erstes empfehle ich dir dein Blatt Papier an allen Seiten mit einem Washi-Tape auf deine Malunterlage zu befestigen. Das verhindert, dass sich dein Papier nachher nicht zu viel wellt. Memo an mich selbst: Washi-Tape ordentlich am Papier andrücken, damit die Farbe nicht auslaufen kann! ;-)

Zeichne dann im ersten Schritt mit dem Bleistift ein paar Kreise vor und verteile diese willkürlich auf deinem Blatt Papier. Mein Papier habe ich übrigens auf die Größe von A5 zugeschnitten. Zeichne die Kreise sehr dezent mit wenig Druck auf deinen Bleistift vor. Du kannst die Linien zum Schluss zwar wieder weg radieren, aber das funktioniert auch nur dann gut, wenn du mit dem Bleistift nicht zu tief in die Papier-Oberfläche eindringst.

Kreise mit Bleistift vorzeichnen

Als Nächstes zeichnest du die Bleistift-Kreise mit der Maskierflüssigkeit nach. Lasse es anschließend gut trocknen. Optional kannst du auch einen Heißluftfön dazu verwenden, das ist aber meines Erachtens gar nicht unbedingt erforderlich. Das Masking Fluid trocknet in der Regel – je nach dem wie dick du die Schicht aufgetragen hast – recht schnell.

Maskierflüssigkeit auf das Papier auftragen

Verteile auf dem ganzen Blatt Papier mit einem großen Pinsel etwas Wasser – aber nicht zu viel, die Oberfläche sollte nur ganz leicht schimmern. Nimm ggfs. wieder etwas Wasser mit der trockenen Pinselspitze ab.

Wasser verteilen

Jetzt kommt Farbe ins Spiel. Vermale die unterschiedlichen Farben auf der gesamten Fläche. Du kannst die Maskierflüssigkeit dabei einfach übermalen. Hier nimmt das Papier keine Farbe auf. Verwende aber nicht zu viel Farbe – es sollten jedenfalls keine „Pfützen‟ entstehen. Das würde das Papier nur zusätzlich wellen!

Ecoline Flüssige Wasserfarbe auf dem Papier verblenden

Wenn deine Farben gut miteinander verblendet sind, kannst du noch mit Wasser ein paar Spritzer auf der Farboberfläche verteilen. Das gibt einen hübschen zusätzlichen Effekt.

Wassertropfen verteilen

Lass dein Kunstwerk wirklich gut trocknen. Ich verwende an dieser Stelle ganz gerne den Heißluftfön, um die Sache etwas zu beschleunigen. Wenn alles sehr gut durchgetrocknet ist, kannst du das Masking Fluid an einer Stelle lösen und vorsichtig abziehen. Spätestens jetzt wird der Maskiergummi seinem Namen gerecht ;-) Du kannst den Maskiergummi auch mit dem Finger oder einen Radiergummi weg rubbeln, dabei kann es aber leicht passieren, dass du dein Papier aufreißt, deshalb empfehle ich dir, das Abziehen … das macht übrigens auch mehr Spaß!

Masking Fluid entfernen

Radiere im Anschluss alle noch sichtbaren Bleistiftlinien weg. Sei dabei aber wirklich vorsichtig, für den Fall, dass deine Farben noch nicht vollkommen trocken sind. Leider ist die Gefahr, etwas zu verschmieren, an dieser Stelle sehr groß.

Füge zum Schluss mit einem weißen Gelroller geometrische Muster in den Zwischenräumen hinzu. So bringst du mehr Spannung & Abwechslung in dein Projekt.

Muster mit Gelroller erstellen

Zum Schluss kannst du natürlich auch noch einen Text ergänzen – ich hab mich im Entstehungsprozess für „wild & free“ entschieden, weil ich in meinem Kunstwerk einen Traumfänger, einen Baum und einen Sternenhimmel entdeckt habe ;-)

wild and free Schriftzug

Ich hoffe, dass dir dieses Projekt ebenso viel Spaß macht, wie mir und ich würde mich sehr freuen, wenn ich vielleicht das ein oder andere Ergebnis auf Social Media unter dem Hashtag #letterglück wieder finden würde. Du darfst mich dabei auch gerne verlinken (IG: @papier.liebe/FB: @papierliebe)

Viel Spaß beim Kreativ-Sein!

Katja Haas PapierLiebe Unterschrift
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