Transfer-Technik zum Übertragen von Vorlagen

Vorlagen übertragen mittels Transfer-Technik

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In diesem Blog-Beitrag möchte ich dir zeigen, wie du mit Hilfe der Transfer-Technik dein finales Layout auf das gewünschte Medium für die Reinzeichnung übertragen kannst. Eine Reinzeichnung ist übrigens eine saubere, endgültige Zeichnung auf der Grundlage einer Vorzeichnung oder Skizze.

Bist du bereit? Vergewissere dich also zuerst, dass dein finales Layout für die Reinzeichnung steht. Ich arbeite hier sehr gerne mit Transparentpapier, um meinen gewünschten Schriftzug durch wiederholtes Abpausen in Form zu bringen. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Transfer-Technik – Reinzeichnung

Tipps zum Abpausen

Wie du im Video sehen kannst, schiebe ich zwischendurch das Papier etwas nach links und später wieder zurück. Somit kann ich Abstände zwischen den Buchstaben leicht verändern, ohne dass ich den Schriftzug wieder von vorne entwerfen muss. Falls du dich auch wunderst, warum ich die Ober- bzw. Unterlängen erst zum Schluss zeichne … das hat zwei Gründe: Erstens kann ich später (wenn der Schriftzug an sich fertig ist) das Papier einfach drehen und so die Schnörkel leichter ergänzen und zweitens können Bleistift-Skizzen auf Transparentpapier sehr leicht verwischen, wenn man versehentlich mit der Hand drüber fährt. Und so kann ich es ggfs. vermeiden.

Zur Info: Das Video wird in 4facher Geschwindigkeit abgespielt ;-)

So funktioniert die Transfer-Technik

  1. Nimm deinen finalen Schriftzug und einen weichen Bleistift (Härtegrad B) zur Hand.
  2. Drehe das Transparentpapier mit der Vorlage um und schraffiere die Rückseite kreuz und quer. Achte darauf, dass alle Stellen deines Schriftzuges bedeckt sind.
  3. Jetzt kannst du das Papier wieder wenden und mit der schraffierten Seite nach unten auf dein zu beschriftendes Medium legen. Positioniere es so, dass es für dich gut passt. Im Video siehst du, dass ich die Abstände mit einem Geo-Dreieck grob abmesse. Warum mache ich das? Durch die vielen Schnörkel ist es oft nicht so einfach eine mittig ausgerichtete Position zu finden. So kann ich es aber in etwa ausmessen. Natürlich kannst du aber auch ganz frei positionieren. Es muss ja auch nicht immer alles exakt mittig ausgerichtet sein!
  4. Mit dem Bleistift – ich verwende dazu gerne etwas härtere Mienen (HB oder H) zeichne ich den Schriftzug nach. Vergewissere dich speziell zu Beginn, ob deine Vorlage auch entsprechend auf das Medium übertragen wird und du nicht zu fest bzw. zu locker mit dem Bleistift andrückst. Hier gilt die Regel: so viel wie notwendig, aber so wenig wie möglich. Am Ende musst du die Bleistiftlinien ggfs. ja auch wieder wegradieren. Achte aber unbedingt darauf, dass das Papier nicht verrutscht, wenn du es zwecks Kontrolle leicht anhebst, sonst passt die Ausrichtung der Vorlage vielleicht nicht mehr mit dem bereits übertragenen Teil zusammen.
  5. Wenn der komplette Schriftzug auf das Medium übertragen wurde, ist er bereit zum Nachzeichnen.
  6. Falls danach noch Bleistiftlinien sichtbar sind, kannst du sie einfach wegradieren. Gehe dabei aber ganz vorsichtig vor und warte damit unbedingt so lange, bis der Schriftzug komplett trocken ist. Sonst sind böse Überraschungen vorprogrammiert … denn ich weiß, wovon ich spreche ;-) Es empfiehlt sich übrigens auch, den Stift vorab auf dem finalen Medium zu testen und eine Radierprobe zu machen. Unter Umständen könnte es nämlich sein, dass du nicht nur die Bleistiftlinien sondern auch den finalen Schriftzug wieder wegradierst. Das hängt nämlich ganz stark von der Farbe des benutzten Stiftes ab.

Folgende Produkte habe ich für meinen Schriftzug verwendet:

Transfer-Technik mit weißer Kreide

Transfer-Technik-Tipp

Nimm für die Schraffierung einfach gewöhnliche weiße Tafelkreide, wenn du eine Vorlage auf dunkles Papier übertragen möchtest. Funktioniert zum Beispiel auch super gut auf Holz, wie du sehen kannst.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass du für die Übertragung deiner Vorlage natürlich genauso gut Pauspapier verwenden kannst. Es gibt davon unterschiedliche Arten und Farben. Der Nachteil liegt aber darin, dass man diese Linien anschließend schwer bis gar nicht wegradieren kann. Insofern musst du bei Verwendung eines Pauspapiers auch entsprechend genau arbeiten!

Wie immer an dieser Stelle mein Rat zum Schluss: Probier’s einfach mal aus :)

Alles Liebe ♡ HAPPY LETTERING

Katja Haas PapierLiebe Unterschrift

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