Cola Feder selber bauen für Kalligrafie

Cola-Feder selber bauen: Kostenlose Vorlage, Anleitung & Tipps

Cola-Feder oder Cola Pen?

Hier erfährst du, was eine Cola-Feder ist und wie du sie ganz einfach selbst bauen kannst.

Bei unserem letzten Circle-Treffen lag zwischen Spitzfedern, Bandzugfedern und Glasfedern ein Werkzeug, das für alle völlig neu war: die Cola-Feder, im englischen Sprachraum auch Cola Pen genannt. Kaum hatte ich sie in die Hand genommen, wurde sie neugierig von allen Seiten betrachtet.

Tatsächlich begleitet mich die Cola-Feder schon seit vielen Jahren. Die Anleitung dazu war sogar einmal Teil eines meiner Bücher. Und jetzt bekommt sie endlich einen eigenen Platz hier auf meinem Blog.

So sieht eine Cola-Feder (Cola Pen) aus.

Was ist eine Cola-Feder?

Die Cola-Feder ist kein industriell gefertigtes Schreibwerkzeug. Sie wird aus einer leeren Aluminium-Getränkedose ausgeschnitten und anschließend in einen Federhalter eingesetzt.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, eine Cola-Feder zu basteln. Ich zeige dir heute einfach die Variante, die ich selbst seit vielen Jahren verwende. Sie ist unkompliziert, schnell gebaut und hat mich bisher noch nie im Stich gelassen. 😊

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Kostenlose Vorlage

Du möchtest deine Cola-Feder selbst bauen? 👉 Die 1:1-Vorlage inkl. Anleitung kannst du dir kostenlos in meiner Bibliothek herunterladen.

Woher kommt die Cola-Feder und warum heißt sie eigentlich so?

Wer die Cola-Feder ursprünglich erfunden hat, lässt sich heute nicht mehr eindeutig nachvollziehen. In der Kalligrafie-Szene wird sie schon seit vielen Jahren als kreatives DIY-Projekt verwendet und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Denn die Cola-Feder schreibt nicht geschniegelt sondern lebendig, spontan und manchmal auch ein bisschen wild. Genau das macht ihren besonderen Charme aus.

Gut zu wissen:
Die Cola-Feder gehört zur Familie der sogenannten Folded Pens. Das sind Kalligrafie-Federn aus gefaltetem Metall, die besonders viel Tinte aufnehmen können und dadurch sehr expressive Schriftbilder ermöglichen. Die Cola-Feder unterscheidet sich vor allem durch ihr Material, da sie aus einer Aluminium-Getränkedose selbst hergestellt wird.

Hat die Feder etwas mit Cola zu tun?

Die ersten Cola-Federn wurden aus dem dünnen Aluminium von Getränkedosen gefertigt. Und weil dafür häufig Coladosen verwendet wurden, bürgerte sich der englische Begriff Cola Pen ein. Heute kannst du dafür natürlich jede beliebige Aluminiumdose verwenden. Ob Cola, Limonade oder Eistee, Hauptsache das Material lässt sich gut schneiden. 😉

Mein persönlicher Tipp: Für meine Cola-Federn verwende ich am liebsten Red Bull Dosen. Das Aluminium ist meiner Erfahrung nach etwas stabiler als bei vielen anderen Getränkedosen. Dadurch bleibt die Feder formstabil und schreibt sich sehr angenehm. Zugegeben, ich habe nicht jede Dose ausprobiert 😉, aber mit Red Bull habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht.

Ich mag Werkzeuge, die ein Eigenleben haben. Die Cola-Feder macht nie zwei völlig gleiche Striche. Genau das macht sie für mich so spannend. Sie zwingt einen dazu, lockerer zu werden und sich auf den Moment einzulassen.

Erster Schreibversuch mit der Cola-Feder

Aber genug Theorie. Basteln wir uns doch einfach gemeinsam eine Cola-Feder. Du wirst sehen, wie schnell das geht. 😉

Das brauchst du für deine Cola-Feder

  • leere Getränkedose
  • Federhalter
  • Schere
  • Cutter
  • Vorlage (kostenloser Download in meiner Bibliothek)
  • wasserfester Stift

So wird’s gemacht

1) Wasche die Getränkedose gründlich aus und entferne anschließend den Deckel und den Boden. Ich verwende dafür einfach ein Stanleymesser (Cuttermesser). Schneide die Dose danach der Länge nach auf, sodass ein flaches Rechteck entsteht.

Anleitung Cola-Feder selber bauen

2) Lege die Vorlage auf das Aluminium und übertrage die Form mit einem wasserfesten Stift. Aus einer Dose kannst du übrigens problemlos mehrere Cola-Federn herstellen.

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3) Schneide die aufgezeichnete Form mit einer Schere sorgfältig aus.

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4) Schiebe nun den mittleren Steg vorsichtig in deinen Federhalter, bis die Feder fest sitzt. Das braucht manchmal ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl. Pass dabei auf die scharfen Kanten auf, damit du dich nicht schneidest.

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5) Jetzt wird gefaltet: Lege die beiden Spitzen genau aufeinander und falte die Feder der Länge nach zusammen.

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6) Biege anschließend die beiden Spitzen gemeinsam auf eine Seite um. Ob nach oben oder nach unten, hängt davon ab, wie du deinen Federhalter gerade in der Hand hast. 😉

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7) Schneide nun von der umgebogenen Spitze aus eine gleichmäßige Rundung bis zum anderen Ende der Feder. Je flacher die Rundung an der Spitze ausfällt, desto breiter werden später deine Striche. Probier einfach verschiedene Varianten aus. Genau das macht den Reiz der Cola-Feder aus.

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8) Fertig! Jetzt musst du deine Cola-Feder nur noch mit Tinte füllen und kannst direkt loslegen.

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Falls du noch auf der Suche nach den passenden Materialien bist, findest du auf meiner Kalligrafie-Materialseite meine persönlichen Empfehlungen. 😊 Die Vorlage kannst du dir übrigens jederzeit kostenlos in meiner Bibliothek herunterladen.

Erste Schreibversuche mit der Cola-Feder

Die Cola-Feder schreibt nicht wie eine klassische Kalligrafiefeder. Sie hat ihren ganz eigenen Charakter. Mal entstehen feine Linien, dann wieder breite Flächen oder kleine (große) Spritzer. Genau dieses Unvorhersehbare macht für mich den besonderen Charme der Cola-Feder aus. Und das kratzige Geräusch auf dem Papier gehört ebenso dazu. 😉

Die ersten Striche werden vermutlich etwas ungewohnt aussehen. Das war auch für mich am Anfang etwas ungewohnt. Aber die Cola-Feder lebt von ihrer Spontanität und genau deshalb sieht jeder Schriftzug ein bisschen anders aus. Das darf also auch genau so sein.

Grundstriche Beispiel Cola-Feder

Bevor du dich an Wörter oder ganze Schriftzüge wagst, empfehle ich dir, einfach ein paar Grundstriche auszuprobieren. Ich kritzle mit einer neuen Cola-Feder meistens erst einmal ein bisschen auf einem Schmierblatt herum. Ein paar Striche nach unten, ein paar Bögen, vielleicht ein paar Kreise. Am einfachsten gelingen Striche von oben nach unten. Aufwärtsstriche brauchen meist etwas mehr Übung. Lass dich davon aber nicht entmutigen. Die Cola-Feder lebt nicht von Perfektion. Ganz im Gegenteil. Gerade ihre Ecken, Kanten und kleinen Überraschungen machen ihren besonderen Charakter aus.

Nach wenigen Minuten merkt man schon ganz gut, wie die Feder reagiert und welchen Charakter sie hat. Erst dann beginne ich mit Buchstaben oder ganzen Wörtern. Für den Anfang würde ich dir einfache Druckbuchstaben empfehlen. Sie gelingen meist leichter als eine flüssige Schreibschrift.

Cola-Feder-Alphabet

Meine persönlichen Tipps für die Cola-Feder

Tauche deine Cola-Feder einfach in Tinte oder Tusche ein. Durch ihre gefaltete Form nimmt sie die Farbe ganz von selbst auf. Ich schreibe am liebsten mit Sumi Ink*. Sie ist seit vielen Jahren meine erste Wahl, wenn es um Kalligrafie geht.

Beim Schreiben darfst du ruhig etwas lockerer und zackiger mit der Hand arbeiten. Genau dadurch entstehen die typischen Merkmale der Cola-Feder: gebrochene Buchstaben, ausdrucksstarke Linien, kleine Ausreißer und manchmal auch ein paar Tintenspritzer. Hab also keine Scheu, ein wenig zu experimentieren.

Ich halte den Federhalter meist relativ weit vorne und die Feder eher aufrecht. So habe ich die Spitze besser unter Kontrolle. Je nachdem, in welchem Winkel die Feder auf das Papier trifft, entstehen ganz unterschiedliche Strichstärken und Strukturen.

Falls die Feder nach ein paar Strichen kaum noch Farbe abgibt, tauchst du sie einfach erneut in die Tinte ein. Wie oft das nötig ist, hängt von der Größe deiner Feder und der verwendeten Tinte ab.

Kleine Tipps mit großer Wirkung 😉

💡 Tipp 1: Die Feder vor dem ersten Schreiben kurz abwischen

Nach dem Eintauchen streiche ich die Unterseite der Feder meist einmal am Tintenrand oder auf einem Stück Küchenpapier ab. So landet nicht gleich ein riesiger Tintenklecks auf dem Papier.

💡 Tipp 2: Die Feder zwischendurch reinigen

Wenn sich getrocknete Tinte in der Feder sammelt, lässt sie sich einfach mit Wasser ausspülen und mit einem Tuch trockenwischen. Danach schreibt sie wieder deutlich sauberer.

💡 Tipp 3: Nicht jede Tinte verhält sich gleich

Je nach Tinte entstehen unterschiedliche Effekte. Dünnflüssige Tusche fließt meist leichter, dickere Tinten sorgen oft für markantere Striche. Genau hier lohnt es sich, ein bisschen herumzuprobieren.

Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass es bei der Cola-Feder kein „richtig“ oder „falsch“ gibt. Jede Feder schreibt ein bisschen anders und genau das macht ihren besonderen Charme aus.

Wenn du deine erste Cola-Feder ausprobiert hast, freue ich mich sehr über ein Foto. Verlinke mich gerne auf Instagram oder schreib mir, wie dir das Schreiben mit der Cola-Feder gefallen hat. 😊

Alles Liebe ♡

Katja Haas PapierLiebe Unterschrift

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