Meine liebsten Acryfarben – Auswahl

Acrylfarben auswählen: So findest du deine eigene Farbpalette

Dank meiner Begeisterung für Gelli Print und Mixed-Media und meiner anfänglichen Unwissenheit 🙈 habe ich in den letzten Jahren eine beeindruckende Sammlung unterschiedlichster Acrylfarben angehäuft. Doch obwohl die Auswahl groß ist, stehe ich regelmäßig vor der gleichen Herausforderung: Welche Farben wähle ich für meine Projekte aus? 🤔

Ich wünschte, ich könnte mich spontan auf drei bis vier Farben festlegen. Das fällt mir aber leider sehr schwer. Ich finde erdige natürliche Farbtöne wunderschön, dennoch zieht es mich immer wieder zu fröhlich-strahlenden Farben wie pink, hellgrün und lachs-orange hin.

Eine bestimmte Farbe begleitet mich aber schon seit Jahren – auch in meinem Corporate Design: Türkis – mein „All-Time-Favourite“.

So stelle ich meine eigene Farbpalette zusammen

Für das neue Jahr hatte ich mir vorgenommen, mich auf einige ausgewählte Farben zu beschränken und diese bewusst für meine Projekte einzusetzen. Farben, die mich ansprechen, die gut miteinander harmonieren und sich natürlich auch gut untereinander mischen lassen. Die ewige Suche nach den richtigen Farben sollte damit ein Ende finden. So weit so gut …

Was anfangs nach einer einfachen Idee klang, stellte mich vor eine echte Herausforderung. Zunächst einmal musste ich mir einen umfassenden Überblick über alle vorhandenen Farben verschaffen – und das nicht nur anhand von Tuben, sondern direkt „out of the tube “. Denn wenn ich dir eines versichern kann: Die abgebildeten Farben auf den Tuben entsprechen selten dem Originalton. Deshalb ist es auch unheimlich wichtig sich entsprechende Farbtafeln/Muster (auf Papier) von den Farben anzufertigen.

Gesagt, getan! Ich trug also alle Farben nacheinander großflächig mit einem Spachtel auf ein Blatt Papier auf, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Dabei kristallisierten sich bereits Favoriten heraus, und ich konnte erkennen, welche Farben mich ansprachen und welche nicht.

Hier ein Bild von meinem „Spachtel “-Experiment 😇 … übrigens war diese Arbeit nicht nur aufschlussreich, sondern auch total entspannend!

Acryfarben Spachtel-Experiment

Nachdem ich mich auf eine verhältnismäßig kleine Auswahl eingeschränkt hatte (und das viel mir tatsächlich nicht leicht), habe ich meine Favoriten noch einmal separat auf einem Blatt Papier aufgetragen – eigentlich waren es zwei Blätter: Eines für „warme“ und eines für „kalte“ Farben.

Acrylfarben-Auswahl Musterblatt

Unterschied warme und kalte Farben

Warme und kalte Farben beziehen sich auf die Farbtemperatur. Die Farben werden damit im Farbkreis in zwei grundlegende Gruppen unterteilt, die sich auf ihre visuelle Wirkung und emotionale Assoziation beziehen. Vereinfacht gesagt:

Rot, Orange, Gelb = warme Farben
Warme Farben werden oft als aufregend, einladend und lebendig wahrgenommen. Sie können eine visuelle Wärme erzeugen und werden oft in Bereichen eingesetzt, in denen eine energetische oder gemütliche Atmosphäre gewünscht ist.

Blau, Grün, Violett = kalte Farben
Kalte Farben werden häufig als beruhigend, kühl und entspannend empfunden. Sie finden oft Anwendung in Umgebungen, in denen eine ruhige oder professionelle Atmosphäre gewünscht ist.

Zusammenfassend kann ich sagen: In der kalten Jahreszeit greife ich lieber zu kalten und in der warmen Jahreszeit lieber zu warmen Farben … auch wenn dies nicht immer zu 100 % der Fall ist. 😉

Mein Farbmusterbuch für Acrylfarben

So sieht es aus, wenn ich von meinen Acrylfarben einzelne Farbmuster erstelle. Das mache ich, wenn ich neue Farben in mein Sortiment aufnehme 😅 oder wenn ich wissen möchte, ob bzw. welche Farben zusammenpassen. Die Farbmuster sammle ich in einem eigens dafür vorgesehen Notizbuch (Format A4 quer) – mein sogenanntes „Farbmuster-Buch“. Das erleichtert mir die Arbeit mit den verschiedenen Acrylfarben ungemein.

Falls du inzwischen auch eine kleine oder vielleicht gar nicht mehr ganz so kleine Sammlung an Acrylfarben zu Hause hast, probier das mit den Farbmusterbuch einfach einmal aus. Mich hat dabei selbst überrascht, wie anders manche Farben auf Papier aussehen als direkt aus der Tube.

Und du musst dabei auch keine perfekte Farbpalette zusammenstellen. Ein paar Farben auswählen, ausprobieren und schauen, was miteinander funktioniert, reicht völlig. Der Rest ergibt sich meistens sowieso beim Malen oder Drucken. 😉

Viel Freude beim Auswählen und Ausprobieren!

Alles Liebe ♡ HAPPY PRINTING

Katja Haas PapierLiebe Unterschrift

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