Gelli Print Anleitung – Naturdruck

Gelli Print – Wie alles begann (und wie auch du ganz entspannt starten kannst)

Wenn du nach einer Gelli Print Anleitung suchst und dich fragst, wie du am besten anfangen sollst, dann nehme ich dich hier einfach mit zu meinen ersten Versuchen…

Ich weiß noch ganz genau, wie ich meine erste Gelli-Platte in der Hand hatte. Und gleichzeitig weiß ich: Danach ist erst mal gar nichts passiert. Sie lag einfach da. Eine ganze Weile sogar. Und jedes Mal, wenn ich sie gesehen habe, dachte ich mir: „Das müsste ich unbedingt mal ausprobieren.“
Du kennst das vielleicht. Dieses leise Gefühl von „eigentlich hätte ich Lust“… und gleichzeitig fehlt irgendwie der Moment, in dem man wirklich anfängt.

Irgendwann – es war im Jahr 2022 – bin ich dann zufällig über ein Gelli-Print-Video gestolpert. Und plötzlich war sie wieder da, diese Platte. Also nicht neu. Aber wieder präsent. Und ich dachte mir: Moment… ich hab doch auch so ein Ding! Also wurde gekramt, gefunden und kurzerhand beschlossen: Ich probier das jetzt einfach aus.

Acrylfarben hatte ich zu diesem Zeitpunkt übrigens noch keine. Also griff ich ganz pragmatisch zu meinen Linoldruckfarben. Im Nachhinein würde ich sagen: mutig. Oder naiv. Oder eine ganz gute Mischung aus beidem. 😅

Gelli Print – meine ersten Erfahrungen

Meine erste Druck-Session fand an einem wunderschönen Tag im Mai statt, draußen auf der Terrasse. Ich bin durch den Garten gestreift, habe Blätter und Gräser gesammelt und einfach drauflosgedruckt. Ohne Plan, ohne große Erwartungen – aber mit ziemlich viel Freude am Ausprobieren. Ich erinnere mich noch so gut daran, weil sich dieser Moment irgendwie eingebrannt hat. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damals auch ein paar Fotos gemacht habe… nur sind die irgendwo in den Untiefen meines Macs verschwunden und bis heute nicht mehr aufgetaucht. Leider. 😉

Was ich damals noch nicht wusste: Linoldruckfarben sind für Gelli Print nicht die beste Wahl. Was ich zudem auch nicht wusste: Ich hatte die Schutzfolie auf der Gelli-Platte noch drauf. 🙈

Ja. Wirklich.

Ich habe also fröhlich gedruckt, mich über die Ergebnisse gefreut und mir gedacht: „Ach, das klappt ja besser als erwartet.“ Der Aha-Moment kam erst ganz am Ende, beim Reinigen der Platte – als ich plötzlich diese Folie entdeckt habe. Ups. Und weißt du was? Genau dieser „Fehler“ war im Nachhinein vermutlich mein Glück. Denn dadurch hat es für den Anfang erstaunlich gut funktioniert – und ich war motiviert weiterzumachen.

Hier siehst du ein paar meiner damaligen Druckergebnisse:

Meine ersten Gelli-Print-Versuche
Meine ersten Gelli-Print-Versuche
Meine ersten Gelli-Print-Versuche

Beim nächsten Versuch, diesmal ganz korrekt ohne Schutzfolie, sah die Sache dann allerdings anders aus. Die Linoldruckfarben wollten plötzlich nicht mehr so wie ich. 😉 Also habe ich ein bisschen recherchiert und bin ziemlich schnell bei Acrylfarben gelandet. Der nächste Weg führte mich also direkt ins Geschäft – Farben mussten her.

Und dann ging es erst richtig los. Neue Farben, neue Versuche, neue Erkenntnisse – und ganz viele kleine Aha-Momente zwischendurch. Ich habe ausprobiert, verworfen, neu begonnen und irgendwann gemerkt: Das ist nicht nur ein kurzes Experiment.

Das ist Liebe. Große Gelli-Print-Liebe. ♡

Gelli Print Anleitung – Gräser aus der Natur
Gelli Print Anleitung – Transferdruck mit Handlettering-Spruch
Gelli Print Anleitung – Blätter aus der Natur

Über kurz oder lang bin ich dann natürlich auch auf die Transfer-Technik gestoßen. Und sagen wir mal so: Das hat bei mir anfangs mehr schlecht als recht funktioniert. 😉 Und wenn ich ehrlich bin… es klappt auch heute noch nicht immer so, wie ich mir das vorstelle. 😉

Was ich aber inzwischen weiß – und auch immer wieder in meinen Workshops beobachte: Genau diese Technik ist es, die die meisten fasziniert. Sie weckt sofort Interesse, sorgt für ganz viele „Ohhh“-Momente… und bringt gleichzeitig auch die größte Herausforderung mit sich.

Nicht umsonst wird sie oft als eine Art Königsdisziplin beim Gelli Print bezeichnet.

Heute weiß ich natürlich viel mehr als damals. Ich habe Bücher gelesen, Kurse besucht, Techniken ausprobiert, viel geübt und mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickelt, was gut funktioniert – und was eher nicht. Aber ganz ehrlich? Diese ersten Drucke haben für mich immer noch einen ganz besonderen Zauber. Vielleicht gerade deshalb, weil sie so unperfekt waren.

Gelli Print Anleitung für Anfänger

Vielleicht erkennst du dich da ein bisschen wieder. Vielleicht hast du auch so ein Material zu Hause liegen, das schon viel zu lange darauf wartet, ausprobiert zu werden. Vielleicht bist du auch gerade auf der Suche nach einer Gelli Print Anleitung und fragst dich, wie du am besten anfangen sollst – genau so ging es mir damals auch.

Dann kann ich dir sagen: Du musst nicht alles wissen, bevor du beginnst. Manchmal reicht es, einfach loszulegen. Auch wenn nicht alles perfekt ist. Oder… sagen wir… gerade dann. 😄

Wenn du dir trotzdem ein bisschen Orientierung wünschst, habe ich dir hier zwei Beiträge zusammengestellt, die dir den Einstieg erleichtern: In meinem Gelli Print 1×1 zeige ich dir die Grundlagen Schritt für Schritt – und in diesem Beitrag zum Drucken mit der Gelatineplatte bekommst du ein gutes Gefühl dafür, wie vielseitig diese Technik sein kann.

Und wenn du dir dabei ein bisschen Begleitung wünschst: In meinem Gelli Print Kennenlernkurs zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du ganz entspannt starten kannst – ohne Druck, aber mit ganz viel Freude am Ausprobieren. Genauso, wie es für dich passt.

Wenn ich heute auf meine ersten Drucke zurückblicke, muss ich ein bisschen schmunzeln. Nicht, weil sie perfekt waren – ganz im Gegenteil. Sondern weil genau dort alles begonnen hat. Mit einer Gelli-Platte, ein paar Blättern aus dem Garten und einer Schutzfolie, die eigentlich nicht mehr drauf hätte sein sollen. 😉

Und ganz ehrlich: Manchmal würde ich mir wünschen, genau diese unbeschwerte Experimentier-Lust noch einmal abrufen zu können. Dieses einfach Drauflosprobieren, ohne nachzudenken, ohne zu viel zu wollen. Vielleicht auch, um genau solche Drucke noch einmal entstehen zu lassen.

Gelli Print – I love nature

Deshalb möchte ich dir auch folgendes mitgeben: Es muss nicht perfekt sein. Es darf wachsen. Genau wie deine eigene kreative Reise.

Falls du dir also für deinen Einstieg ein bisschen Begleitung wünschst: In meinem Gelli Print Kennenlernkurs zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du ganz entspannt loslegen kannst – ohne Druck, aber mit ganz viel Freude am Ausprobieren. 💛

Alles Liebe ♡ HAPPY PRINTING

Katja Haas PapierLiebe Unterschrift

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