Warum Kreativität gut tut

Kreativität tut mir gut. Aber warum eigentlich?

Vor ein paar Tagen bin ich auf den World Mental Health Day aufmerksam geworden. Und irgendwie hat mich das zum Nachdenken gebracht. Unter anderem darüber, was mir persönlich eigentlich guttut.

Und ziemlich schnell war ich beim Thema Kreativität. Wobei ich mir bisher noch nie so richtig Gedanken darüber gemacht habe, warum mir das Kreativsein eigentlich so guttut.

Eigentlich möchte ich meist nur schnell etwas ausprobieren. Eine neue Drucktechnik vielleicht, eine Farbkombination oder irgendeine Idee, über die ich beim Stöbern im Internet gestolpert bin. „Oh, das muss ich unbedingt ausprobieren! Und vielleicht könnte ich das ja auch noch mit dieser oder jener Technik kombinieren?“

Also ab in mein Büro, in dem bei Gott nicht nur ein Computer steht, und los geht’s. Nur für eine halbe Stunde, denke ich mir – höchstens! Naja, und dann sitze ich drei Stunden später noch immer dort. 😉

Das passiert mir regelmäßig. Und deshalb habe ich mich vor Kurzem auch gefragt, warum mir das Kreativsein eigentlich so guttut?!

Ich bin kreativ, weil ich es liebe

Ich könnte jetzt natürlich schreiben, dass Kreativität wunderbar gegen Stress hilft und für Entspannung sorgt. Aber darüber denke ich beim Gestalten eigentlich überhaupt nicht nach.

Ich liebe es, mit Farben zu experimentieren, unterschiedliche und oft auch neue Materialien auszuprobieren und zu beobachten, was dabei entsteht. Manchmal habe ich eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was ich machen möchte. Oft fange ich aber auch einfach an und schaue, wohin mich meine Ideen führen.

Und irgendwann merke ich, dass ich dabei ganz ruhig geworden bin und alles um mich herum völlig ausgeblendet habe. Nicht, weil ich mir vorgenommen habe, jetzt einmal abzuschalten. Das passiert meistens ganz von selbst.

Manchmal wird’s halt nix! 🤷‍♀️

Natürlich entstehen dabei nicht immer schöne Bilder oder Projekte. Ganz im Gegenteil. Viele Ergebnisse sind einfach nur „mäh“. Aber das stört mich ehrlich gesagt überhaupt nicht.

Denn für mich zählt vor allem die Freude am Gestalten, am Ausprobieren und daran, etwas mit meinen Händen zu erschaffen. Wenn dabei auch noch etwas Hübsches entsteht, umso besser!

Die weniger gelungenen Werke landen bei mir trotzdem nicht im Papierkorb, sondern meistens irgendwo in einer Schublade. Dort liegen sie dann manchmal jahrelang herum, bis ich sie eines Tages wieder hervorhole und plötzlich eine Idee habe, was ich damit anfangen könnte.

Vielleicht wird aus einem misslungenen Druck eine Collage oder ich entdecke einen kleinen Ausschnitt, der sich wunderbar für eine Karte eignet. Manchmal braucht ein Stück Papier eben ein paar Jahre, bis es weiß, was es werden möchte. 😉

Wenn aus Begeisterung ein Beruf wird

Ich bin seit vielen Jahren selbstständig und das kreative Arbeiten gehört zu meinem beruflichen Alltag. Natürlich gibt es auch Aufgaben, die weniger Freude machen. Buchhaltung zum Beispiel. 😅

Aber wenn ich an meinem Arbeitstisch sitze und etwas Neues ausprobiere, macht es für mich kaum einen Unterschied, ob daraus später ein berufliches Projekt entsteht oder ob ich einfach nur für mich selbst kreativ bin.

Ich mache meine Projekte in erster Linie, weil ich einfach Lust darauf habe.

Und oft stelle ich dabei fest, dass ich meine Ideen und Erfahrungen gerne mit anderen teilen möchte. So entstehen ganz spontan neue Blogartikel oder Anleitungen für meine Onlinekurse. Eigentlich eine ziemlich schöne Kombination, wie ich finde.

Und wenn ich mal nicht kreativ sein kann?

Natürlich gibt es auch bei mir immer wieder Zeiten, in denen das Kreativsein zu kurz kommt. Manchmal fehlt einfach die Zeit, weil andere Dinge wichtiger sind. Und manchmal wäre die Zeit sogar da, aber mein Kopf ist mit ganz anderen Dingen beschäftigt.

Dann merke ich schon, dass mir das kreative Arbeiten fehlt. Nicht, weil ich unbedingt etwas fertigstellen möchte, sondern weil es mich einfach glücklich macht, mit Farben und Papier zu experimentieren und meinen Ideen nachzugehen. Ich liebe es, dabei völlig in meine eigene kleine kreative Welt abzutauchen, alles um mich herum für eine Weile zu vergessen und einfach nur für mich zu sein.

Und umso mehr freue ich mich, wenn ich wieder an meinem Arbeitstisch sitze und einfach drauflosgestalten kann. Meistens dauert es dann auch gar nicht lange, bis ich wieder völlig die Zeit vergesse. 😉

Warum mir Kreativität so guttut

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass die Antwort ziemlich einfach ist. Ich bin neugierig, probiere gerne Neues aus und liebe es, mit meinen Händen etwas entstehen zu lassen. Und wenn ich dabei so sehr in meine Arbeit vertieft bin, dass ich rundherum alles vergesse, dann ist das für mich ein ziemlich schönes Gefühl.

Diese Freude am Gestalten möchte ich mir unbedingt bewahren. Auch wenn dabei nicht jedes Mal etwas besonders Hübsches entsteht.

Und damit wären wir eigentlich schon bei meinem Motto, das ich vor einiger Zeit für eines meiner Bücher schon einmal gelettert habe: Einfach mal machen, es könnte ja gut werden!

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Alles Liebe ♡

Katja Haas PapierLiebe Unterschrift

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