Buch-Rezension: Mach dein Zine! Kleine Hefte falten und gestalten

Mach dein Zine! Kleine Hefte, viele kreative Möglichkeiten

Manchmal passt es einfach zusammen. Da beschäftige ich mich wieder einmal intensiver mit Zines und ihrer Gestaltung, und kurz darauf landet ein Buch auf meinem Schreibtisch, das sich genau diesem Thema widmet.

Der Haupt Verlag hat mir nämlich das Buch Mach dein Zine! Kleine Hefte falten und gestalten von Jule Peiffer-Spiekermann zur Verfügung gestellt. Erst vor Kurzem habe ich selbst einen Blogbeitrag über das Falten und Gestalten von Zines geschrieben. Und nachdem ich ohnehin eine ziemlich große Schwäche für Papier und alles habe, was man daraus machen kann, war meine Neugier auf dieses Buch natürlich sofort geweckt. 😉

In meinem Blogbeitrag Zine selber machen habe ich dir bereits gezeigt, wie du aus einem einfachen Blatt Papier ein kleines Heft falten und anschließend mit Gelli Print gestalten kannst.

Im Buch Mach dein Zine! geht Jule Peiffer-Spiekermann noch ein ganzes Stück weiter. Sie zeigt nicht nur unterschiedliche Falttechniken, sondern auch, wie vielseitig man diese kleinen Hefte verwenden und mit ganz unterschiedlichen Materialien gestalten kann. Eine schöne Ergänzung zu meinem eigenen Beitrag, wie ich finde!

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Buch: Mach dein Zine! von Jule Pfeiffer-Spiekermann

Die Hardfacts im Überblick:

  • 1. Auflage 2026
  • Autorin: Julia Pfeiffer-Spiekermann
  • 128 Seiten, durchgehend farbig illustriert und fotografiert
  • Softcover mit Klappen, 17 x 23,9 cm, 375 g
  • Haupt Verlag
  • CHF 25.00 (UVP) / EUR 25.00 (D) / EUR 25.70 (A)
  • ISBN/EAN 9783258603100

Hinweis: Das Buch wurde mir vom Haupt Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine persönliche Meinung zum Buch bleibt davon unbeeinflusst.

Was ist eigentlich ein Zine?

Falls du mit dem Begriff Zine noch nicht so viel anfangen kannst: Ein Zine ist ein kleines, selbst gestaltetes Heft, das oft aus nur einem einzigen Blatt Papier entsteht. Durch geschicktes Falten und manchmal auch einen kleinen Schnitt werden daraus mehrere Seiten, die du nach Lust und Laune gestalten kannst.

Der Begriff stammt übrigens von „Magazine“ beziehungsweise „Fanzine“. Ursprünglich wurden solche Hefte häufig in kleinen Auflagen selbst hergestellt und verbreitet. Heute sind Zines auch in der kreativen Gestaltung sehr beliebt. Und das völlig zu Recht, wie ich finde. Denn aus einem einfachen Blatt Papier lässt sich erstaunlich viel machen.

Zine falten und gestalten

Hier ein erster Einblick in das Buch Mach dein Zine!

Buch-Rezension: Mach dein Zine! Kleine Hefte falten und gestalten – ein kleiner Einblick
Buch-Rezension: Mach dein Zine! Kleine Hefte falten und gestalten – ein kleiner Einblick

Ein kleines Heft mit unglaublich vielen Möglichkeiten

Was mir an diesem Buch besonders gefällt, ist die Vielfalt der gezeigten Beispiele. Jule zeigt nämlich, dass man Zines für die unterschiedlichsten Zwecke verwenden kann. Als Einladung zu einem Fest, als kleines Skizzenbuch oder sogar als selbst gestalteten Comic.

Besonders schön finde ich die Idee mit dem Urlaubstagebuch. Wer kennt das nicht? Da sammelt man im Urlaub Eintrittskarten, kleine Erinnerungsstücke und vielleicht noch die eine oder andere Broschüre. Zuhause wandert dann alles in eine Schublade, wo es meistens auch liegen bleibt. 😉

Warum also nicht ein kleines Zine daraus gestalten?

Auch die unterschiedlichen Gestaltungstechniken kommen im Buch nicht zu kurz. Ob Zeichnungen, Collagen oder Drucktechniken, vieles lässt sich miteinander kombinieren. Sogar Gelli Print Papiere bekommen ein eigenes Kapitel, was mich natürlich besonders freut.

Ich finde, gerade diese Vielfalt macht das Buch interessant.

Darüber hinaus gibt Jule viele praktische Tipps zum Gestalten. Sie zeigt beispielsweise, wie man unterschiedliche Papiere und Materialien in ein Zine einkleben kann und worauf man dabei achten sollte. Auch das Schneiden und Stanzen sowie das Schreiben und Zeichnen mit unterschiedlichen Werkzeugen und Materialien werden vorgestellt. Von der Serviettentechnik über Stempeln und Malen bis hin zum Handlettering findet so ziemlich alles seinen Platz im Buch!

Besonders schön finde ich, dass man dabei nicht nur unterschiedliche Techniken kennenlernt, sondern auch jede Menge Ideen bekommt, wie man diese miteinander kombinieren kann.

Buch-Rezension: Mach dein Zine! Kleine Hefte falten und gestalten – ein kleiner Einblick

Ein Buch, das selbst ein bisschen wie ein Zine aussieht

Eine Besonderheit ist mir beim Durchblättern sofort aufgefallen: Das Buch greift die ungewöhnliche Seitenanordnung eines Zines stellenweise sogar in seiner eigenen Gestaltung auf. Da stehen Texte auch schon einmal auf dem Kopf oder werden seitlich angeordnet. Bilder und Texte sind teilweise so platziert, als würde man direkt auf ein aufgefaltetes Zine schauen. Für ein klassisches Buchlayout wäre das eher ungewöhnlich. Hier passt es aber richtig gut! Eine schöne Idee, wie ich finde.

Mit dem Papier fängt alles an

Auch beim Papier muss es nichts Besonderes sein. Ein einfaches Blatt Druckerpapier reicht für den Anfang völlig aus. Spannender wird es natürlich, wenn man mit unterschiedlichen Papieren experimentiert. Im Buch werden beispielsweise alte Kalenderblätter, Geschenkpapier oder sogar Papiereinkaufstaschen als mögliche Materialien vorgestellt.

Und genau das gefällt mir!

Denn gerade beim Gestalten mit Papier lohnt es sich, auch einmal Materialien zu verwenden, die man vielleicht schon zu Hause hat. Wer mich kennt, weiß ohnehin, dass ich eine ziemliche Schwäche für Papier habe. Und dass bei mir auch der eine oder andere Papierschnipsel aufgehoben wird, weil man ihn ja vielleicht irgendwann noch brauchen könnte. 😉

Buch-Rezension: Mach dein Zine! Kleine Hefte falten und gestalten – ein kleiner Einblick

Verständliche Faltanleitungen und jede Menge Gestaltungsideen

Natürlich zeigt Jule auch, wie man die unterschiedlichen Zines überhaupt faltet. Vom einfachen Basis Zine über das Zickzack Zine bis hin zum Leporello Zine werden verschiedene Varianten vorgestellt. Auch etwas ausgefallenere Formen sind dabei.

Die Anleitungen sind grafisch dargestellt und verständlich beschrieben. Man kann gut nachvollziehen, wie die einzelnen Hefte aufgebaut sind und welche Schritte notwendig sind, damit am Ende tatsächlich ein kleines Büchlein entsteht. Ein wirklich praktisches Extra sind übrigens die QR-Codes, die man an einigen Stellen im Buch findet. Einfach mit dem Handy scannen und schon kannst du dir die entsprechenden Faltanleitungen auch als Video ansehen. Gerade bei etwas kniffligeren Faltungen finde ich das eine tolle Ergänzung zu den bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Überhaupt ist das Buch reich bebildert. Die Texte sind eher kurz gehalten, was ich bei einem Kreativbuch wie diesem durchaus angenehm finde. Die zahlreichen Beispiele machen vieles ohnehin schon anschaulich. Und wenn man beim Durchblättern plötzlich Lust bekommt, ein Blatt Papier zu falten und gleich selbst loszulegen, hat das Buch meiner Meinung nach schon einiges richtig gemacht.

Buch-Rezension: Mach dein Zine! Kleine Hefte falten und gestalten – ein kleiner Einblick

Eine eigene Community rund um Zines

Was ich übrigens auch ziemlich spannend fand: Am Ende des Buches gibt es eine Übersicht mit Zine-Clubs, Zine-Libraries, Zine-Festen, Podcasts und Shops, die sich ganz diesem Thema widmen.

Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass es rund um diese kleinen Hefte eine so aktive Community gibt! Offenbar treffen sich Zine-Begeisterte sogar regelmäßig, um gemeinsam an ihren Heften zu arbeiten und sich auszutauschen.

Wieder etwas dazugelernt. 😉

Mein Fazit zu „Mach dein Zine!“

Mir gefällt das Buch vor allem deshalb, weil es zeigt, wie unterschiedlich man mit einem so einfachen Ausgangsmaterial wie Papier arbeiten kann. Die vielen Beispiele liefern Ideen, auf die man vielleicht selbst gar nicht gekommen wäre. Ich denke, dass sowohl Anfänger als auch Menschen, die bereits gerne mit Papier arbeiten, darin interessante Anregungen finden können.

Für mich ist das Buch jedenfalls eine schöne Ergänzung zu meinen eigenen Zine- und Leporello-Projekten. Und wer weiß, vielleicht entsteht dadurch demnächst auch wieder das eine oder andere neue Zine auf meinem Schreibtisch. Wobei dort ohnehin schon genügend angefangene Projekte liegen. Aber ein kleines Heft geht sich bestimmt noch aus. 😉 Ich habe jedenfalls beim Durchblättern des Buches schon wieder einige neue Ideen gesammelt…

Alles Liebe ♡

Katja Haas PapierLiebe Unterschrift

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