Der Beginn meiner Lettering-Reise
Schriften waren als Grafik-Designerin immer Teil meines Alltags, doch die Kunst der Kalligrafie hatte es mir besonders angetan. 2014 entschied ich mich, selbst mit Feder & Tinte zu schreiben, und belegte meine ersten Onlinekurse – damals ausschließlich aus dem amerikanischen Raum.
Ende 2015 veränderte ein schwerer Schicksalsschlag mein Leben: Der plötzliche Verlust meiner Mama ließ mich den Entschluss fassen, im neuen Jahr etwas nur für mich zu tun – etwas, das mir Freude bereitet und mich entspannt. So entdeckte ich Brush-Lettering für mich, und tägliches Üben wurde schnell zur Routine.
Was als Hobby am Küchentisch begann, entwickelte sich mit großer Leidenschaft zu meinem Beruf. Heute lebe ich Lettering – und durfte bereits mehrere Bücher und Projekte in diesem Bereich veröffentlichen und sowie zahlreiche Workshops und Onlinekurse anbieten.
Nach einigen Handlettering-Büchern und unzähligen Workshops … kam Corona
Was soll ich sagen? Corona hat vieles verändert – auch mich. Die Pandemie brachte mich nicht nur zurück in die Natur, sondern auch zum Nachdenken. In dieser Zeit habe ich meine Liebe zur Druckkunst neu entdeckt.
Auch wenn mein Herz weiterhin für Letterpress schlägt, fasziniert mich inzwischen die Kunst, mit Naturdruck-Verfahren Blumen, Blätter und Gräser auf Papier zu verewigen. Ob Gelli Print, Eco-Print oder Cyanotypie – die Möglichkeiten sind endlos, und ich kann gar nicht genug davon bekommen!
Und genau hier schließt sich der Kreis.
Meine kreative Reise führte mich von Letterpress über Naturdruck bis hin zu immer neuen Techniken – und irgendwann stellte ich mir die Frage: Muss ich mich wirklich für eine einzige Sache entscheiden?
Nein!
Heute möchte ich mich nicht mehr auf eine einzige kreative Technik festlegen. Ich liebe Handlettering genauso wie Druckkunst, Collage oder Papierschöpfen. Irgendwann habe ich dafür sogar ein Wort gefunden: Multikreativität.
Warum diese Erkenntnis für mich ziemlich wichtig war und warum ich inzwischen sehr gerne multikreativ bin, erzähle ich dir in Kreativ♡Leben:
→ Warum ich mich kreativ nicht mehr entscheiden möchte