Update: Dieser Beitrag ist schon ein bisschen älter – ich habe ihn liebevoll überarbeitet und neu für dich aufbereitet 💛
Wie alles begann – meine Geschichte mit Brush Lettering, Farben und einem Buch
Manchmal beginnen die schönsten Dinge ganz unspektakulär. Mit einem Stift, einem Blatt Papier und diesem leisen Gedanken: „Ich probier das jetzt einfach mal aus.“ Genau so hat meine Reise mit dem Brush Lettering angefangen – ohne großen Plan, ohne Ziel, einfach aus Neugier. Und wie so oft im Leben ist genau daraus etwas entstanden, womit ich damals nie gerechnet hätte.
Wie aus einer Idee gleich zwei Bücher entstanden sind
Je mehr ich mich mit den schönen Buchstaben beschäftigt habe, desto mehr hat es mich gepackt. Diese Mischung aus Ruhe, Konzentration und gleichzeitigem „Einfach-mal-machen“ hat mich sofort abgeholt. Und plötzlich war da nicht nur ein erstes Buch, sondern gleich noch ein zweites Projekt, das direkt danach entstanden ist: Brush Lettering & Watercolor – gemeinsam mit einem passenden Übungsheft. Wenn du mich davor gefragt hättest, ob ich mir das vorstellen kann, hätte ich wahrscheinlich gelacht 😄 Und dann sitzt du da, mitten zwischen Skizzen, Farbflecken und ungefähr 27 offenen Ideen, und schreibst tatsächlich an zwei Büchern hintereinander.
Wenn du neugierig bist, kannst du dir hier meine Bücher einmal in Ruhe anschauen:
Neue Farben, große Vorfreude – und ein Paket mit eigener Geschichte
Gerade beim zweiten Buch ist noch etwas ganz Besonderes dazugekommen: eine Kooperation mit Royal Talens. Und damit auch etwas, das sich im ersten Moment ziemlich aufregend angefühlt hat – im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich habe die Kooperationsvereinbarung unterschrieben, inklusive Verschwiegenheitsklausel. Bedeutet: nichts darüber erzählen, nichts zeigen, nichts nach außen tragen – zumindest so lange nicht, bis die neuen Produkte offiziell veröffentlicht werden. Es ging nämlich um eine ganz neue Serie flüssiger Wasserfarben. Prototypen. Also wirklich noch ganz am Anfang.
Kurz darauf machten sich diese „geheimen“ Farben von Holland auf den Weg zu mir nach Österreich – in die schöne Steiermark (ein bisschen Werbung darf sein 😉). Und ich hab gewartet. Und gewartet. Mit „gewartet“ meine ich übrigens: mehr als zwei Wochen. Und irgendwann wusste niemand mehr so genau, wo dieses Paket eigentlich gerade unterwegs ist.
Du kannst dir vorstellen, wie entspannt ich in dieser Zeit war… 😄 (Spoiler: eher nicht.)
Und dann kam es. Endlich.
Das Paket.
Allerdings… sagen wir mal so: Es hatte eine kleine Geschichte hinter sich. Der Karton war beschädigt, aufgerissen und wieder neu verklebt worden. Ein Fläschchen fehlte komplett, andere waren kaputt. Offenbar war das Ganze in einen LKW-Unfall verwickelt gewesen – was zwar im ersten Moment ziemlich absurd klingt, aber in dem Fall einfach nur… unpraktisch war.
Ich stand also da, mit diesen brandneuen, eigentlich noch geheimen Farben – oder zumindest dem, was davon übrig war – und hatte plötzlich ein kleines Problem.
Reklamieren bei der Post? Schwierig.
Ich hätte das Paket samt Inhalt herzeigen müssen… was ich eigentlich nicht durfte.
Gleichzeitig lag mir der Abgabetermin für mein Buch schon ziemlich im Nacken. Ich habe ja genau auf diese Farben gewartet, um weiterarbeiten zu können. Eine Situation, die man so auch nicht alle Tage hat – irgendwo zwischen „das wird schon“ und „bitte nicht jetzt“.
Zum Glück hat sich dann alles relativ schnell gelöst. Zwei Tage später bekam ich per Kurier neue Fläschchen direkt von Royal Talens zugeschickt. Und es ist – soweit ich weiß – nichts weiter passiert. Das fehlende Fläschchen dürfte wohl kaputt gegangen sein. Zumindest ist es bis heute nirgendwo wieder aufgetaucht… was in dem Moment tatsächlich auch eine kleine Sorge war.
Und ja – die Deadline für mein Buch habe ich am Ende auch eingehalten. Irgendwie geht sich’s dann ja doch immer aus 😉 Im Nachhinein muss ich ehrlich sagen: Genau diese Momente bleiben hängen. Nicht, weil alles perfekt läuft – sondern weil es das eben nicht tut. Und weil man trotzdem weitermacht.

Die Ecoline-Farben* selbst haben mich von Anfang an begeistert. Sie sind flüssig, intensiv und gleichzeitig unglaublich leicht. Fast so, als würde die Farbe von selbst über das Papier fließen. Gerade für Aquarell und für das Zusammenspiel mit Schrift waren sie für mich damals genau das Richtige. Ich habe viel ausprobiert, gemischt, verlaufen lassen – oft ohne zu wissen, wie das Ergebnis am Ende aussehen wird. Und genau das hat den Reiz ausgemacht.
Und irgendwann wird alles ein bisschen entspannter 😉
Was geblieben ist – und was sich verändert hat
Heute hat sich mein kreativer Weg ein Stück weiterentwickelt. Ich arbeite viel mit Naturmaterialien, mit Drucktechniken, mit Dingen, die draußen wachsen und ihre eigenen Spuren hinterlassen. Und trotzdem ist die Schrift irgendwie immer geblieben. Mal ganz bewusst, mal eher leise im Hintergrund. Und auch Farbe – ob mit Ecoline oder anderen Materialien – spielt nach wie vor eine Rolle, wenn es darum geht, Leichtigkeit ins Gestalten zu bringen.
Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, würde ich vieles entspannter angehen. Ich habe damals oft gedacht, ich bräuchte erst die richtigen Materialien oder müsste bestimmte Dinge perfekt können, bevor ich wirklich loslege. Aber genau das stimmt eigentlich nicht. Du kannst hier einfach anfangen – mit dem, was du gerade da hast. Ein Stift reicht. Ein Blatt Papier auch. Und ein bisschen Neugier. Der Rest entsteht beim Tun.
Und vielleicht sitzt du gerade da und denkst dir: „Ich würd das ja auch gern ausprobieren… aber ich hab keine Ahnung, wie ich anfangen soll.“ Ganz ehrlich? Genau so ging’s mir auch. Und genau deshalb habe ich meinen Brush Lettering BASIC Kurs gemacht. Ich zeig dir darin Schritt für Schritt, wie du ganz entspannt ins Brush Lettering reinfindest – ohne Druck, ohne Perfektionismus und ganz in deinem eigenen Tempo. Du brauchst kein Vorwissen – nur die Lust, dir wieder ein bisschen Zeit für dich zu nehmen 💛
Manchmal braucht es gar nicht viel. Keine perfekte Idee, kein großes Ziel. Sondern einfach diesen einen Moment, in dem du sagst: „Ich probier das jetzt aus.“ Und wer weiß – vielleicht entsteht daraus etwas, das du heute noch gar nicht kommen siehst.
In diesem Sinne: HAPPY LETTERING!

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